Warum OPENschool?

#1: Krisensicherheit

Der Lockdown war für die OPENschool kein Problem.

Selbstständig arbeiten können unsere Schüler/innen sowieso. Das tun sie in der Schule auch – sie planen, setzen Schwerpunkte, teilen sich ihre Zeit ein und holen sich Hilfe, wenn sie Hilfe brauchen.

Workshops gehen auch online – das technische Know-How haben unsere Schüler/innen längst. Dadurch, dass sie täglich zwischen verschiedenen Workshops wählen können, das Angebot mitbestimmen und den Zweck der Workshops einsehen, ist auch die Motivation gegeben.

Persönliche Betreuung ist an der OPENschool eine Selbstverständlichkeit, ob in der Schule oder virtuell. Wenn jeder Coach für ca. 10 Schüler/innen zuständig ist, gestaltet sich der Kontakt ganz anders, als wenn ein Dutzend Lehrer/innen jeweils Arbeitsaufträge an alle Schüler/innen schicken.

Und wenn etwas einmal nicht gleich funktioniert, ist eine OPENschool-Einheit flexibel genug, um sofort darauf zu reagieren. Eine ganze Schule ist ein großes, träges System. Ein Team aus fünf Coaches und fünfzig Schüler/innen kann die eigenen Abläufe rasch reflektieren, diskutieren und umstellen.


#2: Schüler/innen-Mitbestimmung

In der Schule geht es um die Schüler/innen. Daher sollen sie auch mitentscheiden, was passiert. Nicht nur bei oberflächlichen Details, sondern bei Grundsatzfragen. Tagesablauf, Beurteilungsform, Materialien, Ziele, Inhalte… Das betrifft Schüler/innen nicht nur, sondern ist für sie gemacht. Daher sollten sie dabei mitreden können.

An der OPENschool geht das. Eine OPENschool-Einheit ist klein genug – etwa fünf Lehrer/innen und fünfzig Schüler/innen innerhalb einer größeren Schule – dass auch Grundlegendes gemeinsam diskutiert und flexibel geändert werden kann. Die Notengebung erscheint vielen ungerecht? Dann finden wir heraus, woran das liegt, und testen gemeinsam ein neues, transparenteres System. Manche brauchen während der Arbeit stille Rückzugsräume? Dann machen wir daraus ein Projekt und schaffen welche.

„Aber wir können doch nicht die ganze Schule umkrempeln!“ – Das vielleicht nicht, aber eine OPENschool-Einheit schon.

„Aber manche Themen sind zu komplex!“ – Dann arbeiten wir uns mit einer Fokusgruppe in diese Komplexität ein, lesen die betreffenden Gesetze und Weisungen und suchen nach bestehenden Lösungen an anderen Schulen. Wenn das nicht Lernen ist, was dann?

Die OPENschool ist kein starres, fertiges System. Sie ist ein offenes Format, das dazu da ist, an Schulen mehr möglich zu machen. Schüler/innen-Mitbestimmung gehört zentral dazu, denn wenn wir die Bedürfnisse der Schüler/innen ernst nehmen wollen, müssen wir sie in die Schulentwicklung einbinden.


#3: Gestaltungsfreiheit

Von Schulangst bis Notenungerechtigkeit sehen wir Lehrer/innen genau, wo es in Schulen schiefläuft. Oft fühlen wir uns hilflos, das zu ändern, als wären wir ebenso Gefangene im System wie die Schüler/innen.

Die OPENschool zeigt, dass es so nicht sein muss. Auch an der OPENschool läuft immer wieder etwas schief — aber dann setzen wir uns als Team zusammen und ändern flexibel unsere Abläufe, wenn nötig auch grundlegend, um es besser zu machen. Als kleine Einheit — ca. 5 Lehrer/innen, ca. 50 Schüler/innen — ist das jederzeit möglich. Die Schüler/innen holen wir dabei mit ins Boot, auch bei grundlegenden Entscheidungen. Immerhin geht es um sie, um ihr Lernen und ihr Leben.

Dadurch verwenden wir die Energie, die sonst auf Jammern über Einschränkungen und Missstände vergeudet wird, um die OPENschool ständig und selbstständig zu verbessern – jeden Tag, jede Woche und jedes Schuljahr.

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