Zeit

Wie sieht ein Jahr an der OPENschool aus?

Die OPENschool kann wahlweise für zwei oder für drei Jahre besucht werden:

zeitstrukturen

Das erste Jahr dient der Orientierung. Hier erleben die Schüler/innen im Rahmen von Workshops und Praktika, wie sich verschiedene Berufe, Lebensweisen und Ausbildungen anfühlen. Sie kommen in Kontakt mit Expert/innen aus den verschiedensten Bereichen, erwerben einen breiten Überblick über Wissensbereiche und Tätigkeitsfelder, und finden heraus, was ihnen liegt und was sie besonders interessiert.

Das zweite Jahr dient der Fokussierung. Hier werden die Schüler/innen zunehmend gezielt auf ihre weitere Laufbahn vorbereitet. Sie stärken ihr persönliches Begabungs- und Interessensprofil, arbeiten mit weiterführenden Schulen oder Lehrbetrieben zusammen, die für sie in Frage kommen, und treffen schließlich eine fundierte Entscheidung für die nächsten Schritte auf ihrem Lebensweg.

Das optionale dritte Jahr dient der Vertiefung und Erweiterung. Es ist einerseits für Schüler/innen vorgesehen, die eine Lehre anstreben, andererseits aber auch für jene, die noch ein weiteres Jahr brauchen, um sich auf den nächsten Schritt vorzubereiten oder eine Entscheidung zu treffen. Auch Schüler/innen, deren individuelle Begabung an keiner weiterführenden Schule ausreichend gefördert werden kann, können von diesem dritten Jahr profitieren.

Wie läuft eine Woche an der OPENschool ab?

So könnte eine typische Woche an der OPENschool aussehen:

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Zu Beginn der Woche treffen sich je ca. 10 Schüler/innen mit einem Coach, um den Plan für die Woche zu besprechen und zu klären, was von der vergangenen Woche noch offen ist.

Größere Workshops und Projekte beginnen meist mit einer intensiven Input- und Planungsphase in der Kernzeit am Montag. (Beispiele für Projekte, die an der OPENschool durchgeführt werden, finden Sie in unserer Materialien-Sammlung.) Jedes Projekt hat ein Ziel, auf das die Schüler/innen im Lauf der Woche hinarbeiten. Dafür ist in erster Linie die „Open Lab“-Zeit am Nachmittag vorgesehen, während derer die Schüler/innen eigenständig in der Schule arbeiten, sich jedoch jederzeit Unterstützung von den Coaches holen können.

Dienstags bis donnerstags wird in der Kernzeit verstärkt im Lernbüro gearbeitet. Die Schüler/innen verfolgen dabei mit Unterstützung der Coaches ihren persönlichen Lernplan. Dabei liegt der Schwerpunkt zunächst darauf, in allen Bereichen die Mindeststandards zu erfüllen, damit die Schüler/innen sich dann je nach ihrem persönlichen Begabungs- und Interessensprofil in einzelnen Gebieten vertiefen können.

Am Freitag werden die Ergebnisse der Woche gesichert und im Rahmen einer Wochenabschluss-Feier präsentiert und gewürdigt. Hier ist auch Raum für Kritik, Evaluierung und Diskussionen im Plenum. Besonders am Freitag sind Besuche von Eltern und Interessierten willkommen und erwünscht — die Schule öffnet sich aber auch sonst so viel wie möglich und pädagogisch sinnvoll.

Wie sieht ein Tag an der OPENschool aus?

Die OPENschool öffnet um 8, die gemeinsame Arbeit beginnt jedoch erst um 9 Uhr. Während der Ankunftszeit ist gemeinsames Frühstücken genauso möglich wie die Teilnahme an freiwilligen Bewegungs-, Körperarbeits- oder Meditationsangeboten.

Um 9 Uhr beginnt nach einer Kurzbesprechung mit den Coaches die Kernzeit. Immer wieder sind zu dieser Zeit Expert/innen und Personen aus verschiedenen Lebensbereichen an der Schule, um die Schüler/innen zu unterstützen oder mit ihnen Projekte durchzuführen. Neben den Projekten und der Arbeit im Lernbüro übernehmen die Schüler/innen auch monatlich wechselnd Verantwortung für verschiedene Bereiche des Schullebens (z.B. Empfang, Frühstück, Öffentlichkeitsarbeit, …).

Während der Mittagszeit wird gegessen, wobei mindestens 1x pro Woche wechselnde Schüler/innengruppen in der Übungsküche selber kochen. Danach ist gemeinsames Bewegen in verschiedenen Formen angesagt.

Im Open Lab am Nachmittag arbeiten die Schüler/innen großteils eigenständig. Die Coaches sind vor Ort und stehen für Unterstützung zur Verfügung, beschäftigen sich jedoch hauptsächlich im Team mit der Vor- und Nachbereitung des Unterrichts. Häufig sind während dieser Zeit auch Praktika oder Exkursionen angesetzt. Schüler/innen, die an einzelnen Nachmittagen Bildungsangebote außerhalb der OPENschool wahrnehmen (z.B. Musikschule, Sportverein), können diese Angebote in ihr Bildungsportfolio integrieren.


Diese Pläne sind Anhaltspunkte und werden je nach Bedarf (Projekte, Exkursionen, Praktika, Verfügbarkeit von außerschulischen Lernorten, …) modifiziert.

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